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Deckungsbeitrag

Kennzahl für die Beurteilung einzelner Produkte oder Leistungssparten eines Unternehmens. Der Deckungsbeitrag zeigt an, was das einzelne Produkt zur Deckung der Fixkosten eines Unternehmens sowie zur Erzielung von Gewinn beiträgt.


Direktkredit

Kredit, der direkt bei der KfW beantragt wird und nicht, wie bei den meisten Förderkrediten der KfW üblich, über die Hausbanken.


Disagio

Prozentualer Abschlag vom Kreditbetrag bei der Auszahlung (siehe auch Auszahlungskurs).

Die Bank bindet sich langfristig an einen Zinssatz, räumt dem Kreditnehmer aber das Recht ein, den Kredit vorzeitig zurückzuzahlen (siehe auch Sondertilgung). Das Disagio dient zum Ausgleich für das Risiko einer Zinsänderung während der Zinsbindungsfrist. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fällt dann nicht an.


Dispositionskredit

siehe
Kontokorrentkredit


Due Dilligence

Umfassende Analyse eines Unternehmens durch Wirtschaftsprüfer vor Firmenübernahme oder -fusion. Sie soll die zukünftige Entwicklung des Übernahmekandidaten, mögliche Risiken und Chancen aufzeigen und bewerten. Die Due Dilligence geht damit weit über eine formale Prüfung, z. B. der Jahresabschlüsse hinaus.


Durchleitende Bank

Bank oder Sparkasse, über die ein Darlehen der KfW beantragt wird, häufig die Hausbank des Antragstellers. Die Bank zahlt den Kredit an den Kreditnehmer aus und leitet dessen Rückzahlungen an die KfW weiter.


EEV

Abkürzung für Enhanced Environmentally Friendly Vehicle – gegenwärtig anspruchsvollster europäischer Abgasstandard für Busse und Lkw. Diese besonders umweltschonenden Fahrzeuge übertreffen die Abgasqualität der ab Oktober 2008 bei Lkw und Bussen für alle neuen Fahrzeugtypen gültige Norm Euro 5.


Effektivzinssatz

Gesamtpreis eines Kredits, setzt sich zusammen aus Sollzinssatz und Nebenkosten, wird in Prozent bezogen auf ein Jahr (% p. a.) angegeben. Der Effektivzinssatz zeigt dem Verbraucher die tatsächlichen Finanzierungskosten eines Kredits und macht so Angebote von verschiedenen Kreditinstituten vergleichbar.


Eigenkapital

Finanzielle Mittel, die einem Unternehmen von den rechtlichen Eigentümern zur Verfügung gestellt werden. Eigenkapital und Fremdkapital ergeben zusammen das Gesamtkapital. Das bilanzielle Eigenkapital wird aus der Differenz der Aktiva und
Passiva errechnet. (siehe auch Bilanz)

Eigenkapitalquote = Eigenkapital x 100 / Bilanzsumme


Eigenmittel

Mittel, die man „aus eigener Tasche“ für eine Finanzierung aufbringen kann.

Als Eigenmittel zählen:

  • Bargeld und Bankguthaben
  • Realistisch bewertete Eigenleistungen
  • Einlagen in Form betriebsnotwendiger Güter wie Maschinen,
    Fahrzeuge etc.
  • Darlehen Dritter mit Eigenkapitalcharakter
  • Finanzmittel durch Beleihung von Haus- und Grundbesitz
    oder Lebensversicherungen

Einzelunternehmen

Die einfachste, schnellste und preiswerteste Unternehmensgründung ist das Einzelunternehmen. Wer alleine und in seinem Namen am Markt tätig wird, trägt aber auch das uneingeschränkte Haftungsrisiko für sein Handeln: bei unternehmerischen Misserfolgen haftet der Einzelunternehmer insbesondere auch mit seinem Privatvermögen.

Einzelunternehmen sind die von einer natürlichen Person geführten Gewerbebetriebe, eingetragene Kaufleute oder Freiberufler.


Endenergiebedarf

Der Endenergiebedarf gibt die ausschließlich vom Gebäude benötigte Energiemenge für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung in Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr (kWh/(m2a)) an.


Endfällige Darlehen

Endfällige Darlehen werden am Ende der Laufzeit in einem Betrag zurückgezahlt. Es sind während der Darlehenslaufzeit also nur die Zinsen und keine Tilgungsraten zu zahlen.


Energieausweis

Basierend auf einer EU-Richtlinie zur Energieeffizienz von Gebäuden, gilt seit Oktober 2007 die Energieeinsparverordnung (EnEV). Das Gesetz verpflichtet alle, die eine Immobilie vermieten oder verkaufen wollen, einen Energieausweis ausstellen zu lassen und Interessenten auf Wunsch vorzulegen. Damit sollen Mieter und Käufer bereits vor der Schlüsselübergabe auf einen Blick sehen können, was an Energiekosten auf sie zukommt.

Welche Varianten gibt es?

Den Energieausweis gibt es in zwei Ausführungen. Grundlage der verbrauchsorientierten Variante sind die Heizkostenabrechnungen der Bewohner aus den vergangenen drei Jahren. Der verbrauchsorientierte Energieausweis sagt allerdings nur bedingt etwas über die Energieeffizienz eines Gebäudes aus. Denn wer selten zu Hause ist und wenig heizt, hat einen geringen Verbrauch auch dann, wenn die Fenster undicht und die Wände kalt sind.

Aussagekräftiger ist der bedarfsorientierte Ausweis. Er betrachtet die energetische Qualität sowie den Zustand der Bausubstanz und der Haustechnik unabhängig von Verbrauch und Nutzungsverhalten.

Was steht drin im bedarfsorientierten Energieausweis?

Ein bedarfsorientierter Energieausweis besteht aus insgesamt vier Seiten. Nach dem Deckblatt, mit Baujahr und Adresse des Hauses, ist auf Seite zwei der Gesamtenergiebedarf in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr angegeben. Um den Energiebedarf verschiedener Häusern leichter miteinander vergleichen zu können, wird er auf einer rot-grünen Skala grafisch abgebildet ähnlich wie auf den Aufklebern, die den Energieverbrauch von Waschmaschinen und Kühlschränken anzeigen: Je weiter der Pfeil im grünen Bereich liegt, desto besser die Energieeffizienz des Hauses. Auf den Folgeseiten macht der ausstellende Energieberater darüber hinaus Modernisierungsvorschläge, um die Energiebilanz des Hauses noch weiter zu verbessern.

Wer stellt den Energieausweis aus?

Berechtigt zur Erstellung von Energieausweisen sind Architekten und Bauingenieure, aber auch Meister eines Handwerks wie Maler, Maurer, Dachdecker, Installateure und Schornsteinfeger mit einer entsprechenden Zusatzausbildung.

(siehe auch Sachverständiger)


Energieberater

siehe
Sachverständiger


Energieeinsparverordnung (EnEV)

Teil des deutschen Baurechts

Die EnEV enthält – neben Bestimmungen zum Energieausweis – energetische Mindestanforderungen für Neubauten, für Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung bestehender Gebäude, für Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie für die Warmwasserversorgung.

Zum 1. Oktober 2009 ist die geänderte EnEV in Kraft getreten.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.


ERP-Mittel

Mittel aus dem European Recovery Programme (ERP), die 1948 als „Marshallplanhilfe“ für den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft bereitgestellt wurden. Daraus entstand später das ERP-Sondervermögen des Bundes. Die KfW refinanziert verschiedene Programme aus dem ERP-Sondervermögen, diese tragen die Bezeichnung ERP-Programme.


Erststudium

Studium, das zum ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss führt, dazu zählen auch konsekutive Masterstudiengänge nach abgeschlossenem Bachelor-Studium.


EURIBOR

EURo InterBank Offered Rate (EURIBOR) ist der Zinssatz für Termingelder (in Euro), die zwischen europäischen Banken gehandelt werden (Interbankengeschäft).

Täglich melden bis zu 43 Kreditinstitute, darunter 10 deutsche Banken, ihre Angebotszinssätze (Briefsätze) für Termingelder mit einer Laufzeit von 1 – 12 Monaten um 11:00 Uhr Brüsseler Zeit an einen Informationsanbieter, der die Durchschnittszinssätze ermittelt und mit drei Nachkommastellen veröffentlicht.


Fachsemester

Im aktuellen Studienfach absolvierte Semester, ohne Urlaubssemester.


Factoring

Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Bank vor Fälligkeit. Die Bank schreibt offene Forderungen ihres Klienten sofort nach Rechnungsstellung gut. Das sichert dessen Liquidität.

Zusätzlich zu den banküblichen Zinsen fallen Gebühren in Höhe von 1% der Kreditsumme an. Factoring lohnt sich bei großen Forderungsbeständen und bei langen Zahlungszielen. Außerdem gibt es auf Factoring spezialisierte Unternehmen (Factoring-Gesellschaften).


Feasibility-Studie

Durchführbarkeitsstudie, Machbarkeitsstudie.

Sie ist z. B. vor einer Direktinvestition im Ausland sinnvoll.


Festigungsinvestitionen

Investitionen, die den Fortbestand bzw. das Wachstum eines Unternehmens sichern. Sanierungsmaßnahmen sind keine Festigungsinvestitionen.


Finanzierungsanteil

Anteil des KfW-Kredits an der Finanzierung förderfähiger Aufwendungen (siehe auch Bemessungsgrundlage).


Finanzierungssemester

Bereits aus dem Studienkredit finanzierte Semester im laufenden oder einem vorherigen, nicht abgeschlossenen Studium.


Fördersemester

Zum Finanzierungsbeginn vollständig absolvierte Fachsemester im derzeitigen Studium und Semester, die bereits in einem vorherigen nicht abgeschlossenen Studium finanziert wurden.


Forfaitierung

Ankauf von Forderungen unter Verzicht auf eine Rückgriffsmöglichkeit gegen den bisherigen Forderungsinhaber.


Franchise

Absatzsystem, vertraglich geregelt zwischen Franchise-Geber und Franchise-Nehmer. Der Franchise-Geber liefert das Beschaffungs-, Absatz- und Organisationskonzept, bildet den Franchise-Nehmer aus und verpflichtet sich, ihn aktiv zu unterstützen. Der Franchise-Nehmer ist in eigenem Namen und für eigene Rechnung tätig. Er nutzt das Franchise-Paket gegen Entgelt.


Freiberufler

Als Freie Berufe oder Freiberuf werden Tätigkeiten bezeichnet, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen und gemäß § 18 Einkommensteuergesetz (EStG) bzw. § 1 Gesetz über Partnerschaftsgesellschaften Angehöriger Freier Berufe (PartGG) selbstständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische oder (sehr) ähnlich gelagerte Tätigkeiten betreffen.

Katalogberufe gem. § 18 EStG bzw. § 1 PartGG sind:

  • In den juristischen Berufen: Rechtsanwalt, Patentanwalt
  • In den Heilberufen: Arzt, Psychologischer Psychotherapeut, Zahnarzt, Tierarzt, Heilpraktiker , Hebamme, Physiotherapeut/Krankengymnast
  • In den kreativen Berufen: Künstler (bildende und darstellende), Regisseur, Choreograf, Designer
  • In den publizistischen Berufen: Journalist/Reporter, Videojournalist/Fotojournalist (Bildberichterstatter), Dolmetscher/Übersetzer
  • In den pädagogischen Berufen: Dozent, Erzieher und Lehrer (nicht Fahrlehrer, Tanzlehrer, Tauchlehrer etc.)
  • In den kaufmännischen Berufen: Beratender Betriebs- und Volkswirt, Steuerberater, Steuerbevollmächtigter, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer
  • In den technischen Berufen: Ingenieur, Vermessungsingenieur, Architekt, Handelschemiker, Lotse

Fremdkapital

Finanzielle Mittel, die dem Unternehmen zeitlich befristet überlassen werden, z. B. Kredite. Der Kreditgeber erhält eine erfolgsunabhängige Verzinsung. Fremdkapital und Eigenkapital ergeben zusammen das Gesamtkapital.


Gemeinkosten

Kosten, die nicht einem Produkt oder einer Leistung allein zugeordnet werden können, z. B. Kosten der Verwaltung oder des Managements. Sie werden deshalb pauschal umgelegt.


Gewerbliche Investition

Kapitalaufwand für meist langlebige Wirtschaftsgüter, z. B.

  • Kauf von Geschäftsanteilen
  • Erwerb von Grundstücken
  • Baukosten am Firmengebäude
  • Erwerb von Maschinen, Fahrzeugen, Büroeinrichtung, etc.
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Gruppenumsatz

siehe Verbundene Unternehmen