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Abschreibung

Wertminderung von Investitionen durch materiellen und moralischen Verschleiß. Abschreibungen werden als Kosten verbucht.


Amortisation

Rückfluss investierter Mittel durch Abschreibung und zusätzliche Gewinne, die durch die Investition ermöglicht wurden. Beispiel: Eine Investition von 100.000 Euro amortisiert sich in 10 Jahren. Das heißt, jedes Jahr fließen 10.000 Euro zurück.


Anlagen-Contracting

Förderung für Contracting-Geber

Im Bereich der Umweltinvestitionen nehmen Contractingmodelle einen immer größeren Stellenwert ein.

Vertragsparteien sind:

  • Contracting-Nehmer als auftraggebende Leistungsempfänger und
  • Contracting-Geber als Lieferanten von z. B. Wärme oder Strom.
  •  

    Finanzierung, Planung, Errichtung und Betrieb von Versorgungsanlagen erfolgen durch den Dienstleister, den Contracting-Geber (Contractor). Über eine vertraglich festgelegte Laufzeit beliefert der Contractor gegen ein Entgelt den Contracting-Nehmer (Auftraggeber) mit Nutzenergie (Strom, Wärme, Kälte). Das Anlagen-Contracting wird auch häufig als Energieliefer-Contracting bezeichnet. Die Spezialisierung des Contracting-Gebers generiert Kostenvorteile.

    In einigen KfW Förderkreditprogrammen sind Contracting-Geber antragsberechtigt, die die jeweiligen Antragsvoraussetzungen und Programmkriterien erfüllen. Zusätzlich zu den jeweiligen programmspezifischen Voraussetzungen müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • die Investition liegt im wirtschaftlichen Risiko des Contactors,
  • der Contractor ist Investor und Betreiber der Anlage.

 


Anlagevermögen

Vermögensgegenstände eines Unternehmens, die langfristig dem Geschäftsbetrieb dienen. Wegen dieser langfristigen Bindung an das Unternehmen sollte Anlagevermögen durch Eigenkapital, eigenkapitalähnliches Kapital oder langfristiges Fremdkapital finanziert werden.


Annuität

Rückzahlungsbetrag, setzt sich aus Zins und Tilgung zusammen.

Der Betrag bleibt immer gleich hoch, wobei der Anteil der Tilgung wächst und der Anteil der Zinsen entsprechend sinkt.


Anschaffungskosten

Aufwendungen, um einen Vermögensgegenstand zu erwerben (Hauptkosten) und betriebsbereit zu machen (Nebenkosten).


Asset deal

Bei einem „asset deal“ handelt es sich um eine von zwei Arten des Unternehmenskaufs. Der Kauf des Unternehmens vollzieht sich dabei durch den Erwerb sämtlicher Wirtschaftsgüter (englisch: assets) des Unternehmens. Hierbei werden die Vermögenswerte eines Unternehmens (z. B. Maschinen) einzeln übertragen. Das Gegenstück zum asset deal ist der so genannte „share deal“; dies ist ein Kauf von Anteilen.


Auszahlungskurs

Anteil der Kreditsumme, der nach Abzug von Auszahlungsabschlägen (z. B. Bearbeitungsgebühr oder Disagio) zur Auszahlung gelangt (in Prozent von 100).

Beispiel:
Kreditsumme: 100.000 Euro
Bearbeitungsgebühr: 4.000 Euro
Auszahlungsbetrag: 96.000 Euro
Auszahlungskurs: 96 %


Auszahlungsphase

Zeitraum der Auszahlung des Studienkredits, max. 10 Semester. Eine Verlängerung um vier Semester kann online gegen Einreichung einer Bestätigung der Hochschule beantragt werden, dass das Studium binnen dieser Frist erfolgreich beendet werden kann.


Bargründung

Gründung einer Kapitalgesellschaft, bei der die Gründungsgesellschafter ihre Einlage in Geld einbringen (Bareinlage). Die Höhe der notwendigen Einlagen ist abhängig von der Rechtsform. (Vergleiche
Sachgründung
)


Bearbeitungsgebühren

Entgelt für die Kosten der Kreditbearbeitung. Bearbeitungs- und Verzichtsgebühren werden für KfW-Kredite nicht berechnet. Die Kosten der durchleitenden Bank sind mit einer Marge abgegolten, die im Zinssatz bereits enthalten ist. Ausnahme: Reisekosten für Firmenbesuche oder Betriebsbesichtigungen, Kosten für Schätzgutachten, Überwachung von Sicherungsübereignungen, Fotokopien und Porto dürfen dem Kreditnehmer in Rechnung gestellt werden, wenn die Bank diese Kosten konkret belegt (keine Pauschalen).


Beleihungswert

Wert, bis zu dem die Bank Vermögensgegenstände des Kreditnehmers als verwertbare Sicherheit akzeptiert. Die Beleihungsgrenze wird in Prozent des Beleihungswertes angegeben. In der Bankpraxis sind z. B. für festverzinsliche Wertpapiere zwischen 70 und 90 % und für Grundstücke zwischen 60 und 80 % üblich. Für Forderungen ist eine Beleihungsgrenze schwer bestimmbar. Häufig wird der voraussichtlich erzielbare Liquidationswert (für den schlechtesten Fall des Ausfalls der Forderung) angesetzt.


Bemessungsgrundlage (BG)

Summe der maximal förderfähigen Aufwendungen.


Bereitstellungsprovision

Provision für bereit gestellte, aber noch nicht abgerufene Kreditbeträge.


Beteiligungsfinanzierung

Finanzierung eines Unternehmens aus externen Quellen mit Eigenkapital, z. B. durch Ausgabe von Anteilsscheinen bei einer Kapitalerhöhung oder durch Neuaufnahme von Gesellschaftern. Das Eigenkapital kann in Form von Sacheinlagen, Geldeinlagen oder Rechten überlassen werden. Der Beteiligungsgeber erwirbt ein Miteigentumsrecht, z. B. einen Anspruch auf Gewinn- und Verlustanteil oder am Firmenwert. Je nach Rechtsform kann mit der Beteiligung eine Mitwirkung an der Geschäftsführung verbunden sein.


Beteiligungsfonds

Geschlossener Investitionsfonds. Stellt Risikokapital für Unternehmen bereit, indem er Anteile am Eigenkapital für eine festgelegte Zeit hält.


Betreibergesellschaft

Ein privates Unternehmen, das kommunale Aufgaben erfüllt, z. B. Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb einer Kläranlage. Die Betreibergesellschaft und die Kommune schließen einen Vertrag. Die Nutzungsentgelte werden von der Kommune erhoben. Aus diesen Einnahmen zahlt die Kommune das vertraglich vereinbarte Entgelt an die Betreibergesellschaft.


Betriebsmittel

Betriebsmittel im Sinne der KfW-Förderung sind laufenden Kosten der Geschäftstätigkeit eines Betriebes, z. B. Personalkosten, Miete oder Pacht.


Betriebswirtschaft­liche Auswertung (BWA)

Die BWA basiert meist auf den Daten aus der Finanzbuchhaltung. Sie gibt dem Unternehmer während des laufenden Finanzjahres Auskunft über seine Gewinn- und Erlössituation sowie über Vermögens- und Schuldverhältnisse. Sie dient oft als Entscheidungsgrundlage für den Unternehmer und den Fremdkapitalgeber.


Bilanz

Gegenüberstellung von Aktiva und Passiva zu einem bestimmten Stichtag. Aktiva sind z. B. Anlagevermögen und Umlaufvermögen wie Forderungen und Kassenbestand. Passiva sind z. B. das Eigenkapital, Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Die Summe der Aktiva ist gleich der Summe der Passiva.


Blockheizkraftwerk (BHKW)

siehe Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)


Blower-Door-Test

Test zur Überprüfung der Luftdichtigkeit eines Gebäudes. Dabei erzeugt ein Ventilator einen Über- oder Unterdruck im Haus. Aufgrund entstehender Druckänderungen können Fachleute Rückschlüsse über mögliche undichte Stellen im Gebäude ziehen.


Bonität

Leistungsfähigkeit eines Schuldners oder Fähigkeit, Zins und Tilgung zu erbringen. Kreditwürdigkeit. Bei der Beurteilung der Bonität spielt sowohl die vorhandene Substanz als auch die erwartete zukünftige Ertragskraft eine Rolle. Siehe auch
Rating
.


Break-Even-Analyse

Auch Gewinnschwellenrechnung genannt. Planungsinstrument zur Ermittlung des Break-Even-Points, d. h. Erreichen der Gewinnschwelle. Ab diesem Zeitpunkt kommt das Unternehmen in die schwarzen Zahlen.


Browser

Von englisch „to browse“, deutsch: schmökern, blättern, umherstreifen. Bezeichnung für ein Programm zum grafischen Zugriff auf das World Wide Web (z. B. www.kfw.de). Die bekanntesten Browser sind „Firefox“ und „Internet Explorer“.


Bürgschaft / Kreditbürgschaft

Eine Erklärung Dritter, im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners für dessen Verbindlichkeiten einzustehen, z. B. einen Bankkredit zurückzuzahlen. Bürgschaften geben z. B. Bürgschaftsbanken, die es in allen Bundesländern gibt.


Cash-flow

Kennzahl für die Beurteilung der Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens.

Berechnung nach der direkten Methode:

Cash-flow = einzahlungswirksame Erträge – auszahlungswirksame Aufwendungen

Berechnung nach der indirekten Methode:

Cash-flow= Jahresüberschuss + / ./. nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge, z. B. Abschreibungen, Rückstellungen usw.


Contractinggeber

Ausführendes Unternehmen im Rahmen eines Contracting-Vertages (auch Contractor). Dieses Unternehmen erbringt die vom Contracting-Nehmer beauftragte Versorgungsleistung durch Planung, Finanzierung und Betrieb von Anlagen der Wärme- und Energieversorgung.


Cookie

Ein Cookie ist eine kleine Textdatei, die der Web-Browser auf Anweisung eines Web-Servers auf der Festplatte des Anwenders speichert. Cookies dienen hauptsächlich als elektronischer Merkzettel für den Server. Auf den Seiten der KfW sind diese Merkzettel technisch notwendig, es werden allerdings keine Anwenderdaten gespeichert. Die Cookies werden nach dem Schließen des Browsers wieder gelöscht.